Teilräumliches Entwicklungskonzept Eicher Rheinbogen

Anlass des Projektes

Innerhalb der Region Rheinhessen-Nahe nimmt der Raum südlich Oppenheim bis nördlich Worms aufgrund seiner naturräumlichen und ökologischen Prägung und seiner „Multifunktionalität“ eine Sonderstellung ein. Kaum ein anderer Teil der Region weist so viele und sich teils überlagernde raumbedeutsame Freiraumfunktionen auf. So kommt dem Gebiet aus überörtlicher Sicht für spezifische Aspekte der regionalen Daseinsvorsorge besondere Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf:

  • die Wassergewinnung,
  • den Hochwasserschutz,
  • den Naturschutz,
  • die Bereitstellung von Kiesen und Sanden im Wesentlichen für die regionale Bauwirtschaft,
  • die Landwirtschaft,
  • die Naherholung und Freizeit.

Sich überlagernde Nutzungs- und Schutzinteressen führten in der Vergangenheit vielfach zu Konflikten, so dass schon frühzeitig raumordnerisch Prioritäten der räumlichen Nutzung abgestimmt und festgelegt wurden. Für die Fortführung der räumlichen Profilierung des Eicher Rheinbogens ist auch die Fortführung moderierter Prozesse und die Verknüpfung mit den raumbedeutsamen Entwicklungen wichtig, unter Einbindung aller maßgeblichen regionalen Akteure.

Gerade aktuell bietet es sich an, die raumbedeutsamen und landschaftsverändernden Prozesse und Maßnahmen des Hochwasserschutzes und des Rohstoffabbaus als Anlass für eine umfassendere Betrachtung der Potentiale und Chancen unter Berücksichtigung des Naturschutzes zu nehmen und in einem dialogorientierten Prozess mit den regionalen Akteuren, den Bürgern und Gemeinden einvernehmlich abzustimmen.

Im Zuge einer transparenten Prozessgestaltung soll eine teilräumliche Entwicklungsstrategie erarbeitet werden, die sich in Handlungsfeldern und Leitbildern, mittel- bis langfristig umsetzungsfähigen Maßnahmen und kurzfristigen Impulsprojekten in einem festzulegenden Zeittableau konkretisiert. Das Konzept bündelt und ergänzt hierbei die vorhandenen kommunalen Aktivitäten und vernetzt sich mit den bereits „installierten“ räumlichen Entwicklungsprozessen, beispielsweise dem Regionalpark Rheinhessen, den touristischen Radwegen, der Leader Region Rheinhessen oder den blauen Landschaften (Region Rhein-Neckar).

Lage des Eicher Rheinbogens

Der sog. Eicher Rheinbogen im Osten der Region Rheinhessen-Nahe, umfasst die gesamte Rheinebene und damit das gesamte natürliche Überschwemmungsgebiet des Rheins (heute durch Eindeichung überschwemmungsgefährdetes Gebiet) südlich Oppenheim bis nördlich Worms, zwischen dem Rhein im Osten und dem Hochgestade im Westen, an dem sich in Nord-Süd-Abfolge, die Siedlungen Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe, Guntersblum, Alsheim, Mettenheim, Osthofen entwickelt haben. Die Größe des Gebietes beträgt rund 90 km². Zentrale Orte im Gebiet sind Oppenheim (Mittelzentrum), Guntersblum, Eich und Osthofen (Grundzentren).

Begleitinformationen zum Projekt

Kurzbeschreibung Projekt